Bundesdenkmalamt
In den Jahren 2008/09 stellte die Restaurierung von Schloss Lengberg eine große Herausforderung für die profane Baudenkmalpflege in Tirol dar. Die Adaptierung der Burganlage als Sitz des Aufbauwerkes war durch notwendige infrastrukturelle Maßnahmen schon in den 1970er Jahren sehr schwierig, wodurch die Burg seinerzeit Substanz, vor allem aber viel historischen Charme eingebüßt hatte. Die Instandsetzung stellte alle Beteiligten vor eine große Aufgabe: einerseits den Einklang zwischen dem speziellen Nutzungskonzept und der aktuellen Situation herzustellen, andererseits zu versuchen, dem Bauwerk wieder ein einer mittelalterlichen Burg adäquates Erscheinungsbild zurückzugeben. Das Land Tirol als Eigentümer brachte nicht nur entsprechendes Verständnis, sondern auch die notwendigen finanziellen Mittel ein. Die Restaurierung umfasste neben bauhistorischen und archäologischen Untersuchungen auch aufwändige Reparatur- und Freilegungsmaßnahmen historischer Substanz sowie die Adaptierung von modernen Bereichen und eine funktionsgerechte Erschließung durch einen hölzernen Hofeinbau. Der markante Holzanbau an der Westseite ersetzt Zubauten der 1970er Jahre und dient der nutzungsbedingten Erweiterung der Burg. Mit ihm wird die gelungene Verbindung von Alt und Neu auch nach außen hin sichtbar.
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Walter Hauser
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Burggraben 31
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