Spielkarten aus dem Spätmittelalter
Die Spielkarten aus der Gewölbezwickelfüllung von Schloss Lengberg sind wahrscheinlich im Verlauf der Umbauten des Schlosses um 1480-85 unter dem Pfleger Virgil von Graben eingelagert worden.[1]
„Die Diskrepanz, dass trotz des oberen zeitlichen Deckels der Umbaufertigstellung von 1485 im Fundmaterial auch Spielkarten des 16. Jahrhunderts vorhanden sind, kann u.a. in der Verfrachtung durch Kleinsäugetiere erklärt werden. Spielkarten sind aufgrund des geringen Gewichtes durch Ratten, Mäuse, Siebenschläfer etc. durchaus manipulierbar und dadurch können auch jüngere Spielkarten in den Befund eingebracht worden sein.“[2]
Nähere Informationen zu den Spielkarten entnehmen Sie bitte aus dem dazu erschienen Buch "Die Spielkarten aus der Gewölbezwickelfüllung von
Schloss Lengberg in Osttirol", das im Zuge des Tages der offenen Burg im Juni 2012 in Schloss Lengberg präsentiert wird.
Anmerkungen:
[1] Peter BLASS: Die Spielkarten aus den Gewölbezwickelfüllungen von Schloss Lengberg in Osttirol, Nearchos Beiheft 10/2011 (Lengberger Forschungen zur Mittelalterarchäolgie 2), Innsbruck 2011, S. 10
[2] Ebd.; zitiert nach Harald Stadler: Die Spielkarten ..., S. 10